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08/2020 - AKTUELLES AUS DER "Rock-City No. 1"
Wie die Stadtverwaltung Solingen eine Chance vergab eine
komplette PA für Solinger Musiker geschenkt  zu bekommen.

Eine ergötzliche Provinzposse in 7 Akten

Das Vorspiel
Die Situation der Rockmusikförderung von 1985 - 2020

Seit den 1980gern leidet die Stadt Solingen an permanenten Haushaltslöchern und Haushaltssperren. Deshalb ist so gut wie kein Geld vorhanden um junge Musiker im Rock/POP-Bereich angemessen zu fördern. Es fehlt an allen Ecken und Enden. Nicht einmal eine Rock / POP-geeignete stadteigene PA ist vorhanden. In anderen Kommunen gibt solche Technik durchaus. Für Konzerte muss so etwas immer gemietet werden. Das ist ein nicht unerheblicher Kostenfaktor für die ausführenden Jungmusiker und Ihre Fördervereine. Das ist nun leider einmal Fakt und jetzt kommt eine unglaubliche Geschichte wie sie nur in der Stadt Solingen passieren kann

1. Akt - In dem 34 Jahre zuvor alles begann...

Im Jahr 1986 stellte sich bei meinen Gesprächen mit diversen Musikern und Bandtechnikern im "Rockbüro Solingen" heraus, dass es Bedarf für einen PA-Workshop gab. Da den Teilnehmern auch ein Script in die Hand gegeben werden sollte, setzte ich mich hin und wollte nur ein paar zusammengefasste Seiten niederschreiben. Dabei stellte sich das Thema als so komplex und umfassend heraus, dass es nach einer Bearbeitungszeit von ca. 3 Monaten ein Buch mit 100 DIN-A4 -Seiten geworden war... mit dem Titel:

"PA-Technik für den Rockmusiker"

...dieses wurde in einer einmaligen von mir genehmigten Auflage von 300 Exemplaren vom "ROCKBÜRO SOLINGEN"  gedruckt und herausgegeben, wobei die Urheberrechte bei mir verblieben sind. (Anmerkung: Das Rockbüro Solingen wird seit den 90ern bis heute unter dem Namen "Cow Club" als Nachfolgeverein geführt). Die damaligen Exemplare wurden kostenfrei an die Musiker abgegeben.  Da dFoto des meines letzten Exemplars des Bucheser Druck gemäß Ratsbeschluss bzw. Kulturausschussbeschluss von Jugend- und Kulturamt der Stadt Solingen bezahlt wurde, hat man (vermutlich das Kulturamt - ich weiß es eben nicht) damals ein Exemplar des gedruckten Buches in das SOLINGER STADTARCHIV als Belegexemplar, für diese ungewöhnliche Form der Kulturarbeit, hinterlegt. Mir war das bis zum Mai 2019 nicht bekannt. Das hört sich alles gut und normal an und schien seinerzeit eine echte und gute Kulturförderung zu sein.

Unterstützung erhielt man auch vom damaligen "ROCKBÜRO NRW" (Chef war damals Dieter Gorny), der heilfroh war für sein Projekt Rockbüro NW etwas fundiertes schriftliches vorweisen zu können. Das Buch war recht beliebt, selbst an der University for Applied Science in Düsseldorf soll ein Exemplar in der Bibliothek des Bereichs E-Technik stehen. So weit so gut. Wenn es noch Exemplare gibt, dann nur in Sammlerkreisen oder Antiquariaten. Es gab nur 300 Exemplare, diese waren innerhalb von 3 Monaten vergriffen und es wurde nicht nachgedruckt, da dafür kein Geld zur Verfügung stand. Auch heute gibt es noch Interessenten für das Druckexemplar obwohl man ein PDF hier herunterladen kann.

Das ist lange her und sollte keinen mehr interessieren. Aber die Geschichte ist noch nicht zu Ende ...und wird am Ende dieses Artikels zeigen wie widersprüchlich und unkoordiniert Solingen mit Kulturschaffenden umgeht. 

2. Akt - Über die PA-Technik und Ihr Verbleib...

Ich hatte exakte nach den Prinzipien meines Buches eine Muster-PA aufgebaut und jahrelang mit Service betrieben. Wir nannten diesen Service "FKK-PA-Verleih".

Der FKK-PA-Verleih war Ende der 80er und Anfang der 90er ein Beschallungsunternehmen welches über Solingen und sein Grenzen hinaus bekannt und beliebt war. Gegründet wurde der FKK-PA-Verleih von Frank, Kalle und Klaus (Nickname: Tuffy) - deshalb FKK...

Das Personal bestand ausschließlich aus Fachleuten: 2 staatl. gepr. Elektrotechnikern und einem Dipl.-Ing. für Elektrotechnik. Alle drei kannten sich aus der Ausbildung in den 70ern bei demselben Telekommunikationsausrüster und hatten damals bereits 20-jährige Erfahrung in Telekommunikation (wozu auch der Aufbau, Wartung und Betrieb von stationären Beschallungsanlagen zählt) und waren darüber hinaus Musiker in verschiedenen Bands.

Die Idee eines PA-Verleihs entstand 1986 als Klaus sein Buch über PA-Technik geschrieben hatte und nach einem Workshop, wo die drei sich über eine Leih-PA fürchterlich geärgert hatten. (Tenor: Das können wir aber besser!) Was die Technik betraf sollte konsequent beim FKK-PA-Verleih konsequent auf aktive horngeladene 3-Wege-Systeme aufgebaut werden. Zum Einsatz kamen elektronische Frequenzweichen mit variablen Trennfrequenzen und 18 dB Steilheit.

Eine weitere Forderung war, dass eine sichere VDE-gemäße Technik eingesetzt werden sollte, so es wie im Buch "PA-Techniker für den Rockmusiker" von mir auch beschrieben war. Der Einsatz von FI-Schutzschaltern in der Bühnenstromversorgung war bei uns selbstverständlich.

Eine weitere, dann von anderen später gern kopierte Innovation, war die Stagebox mit integrierten, zuschaltbaren DI-Boxen, die es erlaubte Brummschleifen durch Zwangssymmetrierung zu unterbrechen ohne die geltenden VDE-Schutzvorschriften zu verletzen.

Ebenfalls wurde, wo immer möglich, die Digitaltechnik eingesetzt, wie das legendäre SPX90 oder das ART Multiverb etc. .. Hinzu kamen weitere Effektrack mit Kompressoren, Denoisern und Multieffektgeräten. Der FKK-PA-Verleih war eine der ersten Firmen in der BRD die grundsätzlich die Sabine-Feedback-Killer mit 9 Filtern im Monitorbereich einsetzte, was zu der Äußerung führte : "Mach 'mal den Monitor leiser !" Eine bis dahin auf der Bühne sehr selten erhobene Forderung.

Glockenklang-Noisegates, Kompressoren, Limiter, Exciter und 31-Band-Eqaulizer rundeten die Effektracks ab. Alles war fest verdrahtet in 19-Zoll-Racks transportfreundlich aufgebaut.
Als Mischpulte kamen das 16/4/2 Studiomaster Serie V und das legendäre 24/8/2 MITEC-EX Modularpult zum Einsatz. Diverse Kleinmixer standen ebenfalls für Keyboardsubmixanwendungen zur Verfügung.

Unser letztes Konzert war das legendäre Abschiedskonzert von GREYHOUND im Walder Stadtsaal mit 1200 Besuchern. Danach war Schluss. Ich hatte bis dahin schon mehrere Zusammenbrüche gehabt und war der Belastung nicht mehr gewachsen. Die komplette Technik wurde funktionsfähig eingelagert um später, wenn es gesundheitlich wieder besser lief, erneut zum Einsatz kommen. Leider wurde es nicht besser - sondern schlimmer und so blieb die Technik eingelagert bis zu heutigen Tag.

3. Akt - In dem eine scheinbar gute Idee entstand...

Mittlerweile bin ich seit 7 Jahren im Ruhestand und schreibe nur noch kostenlose Software für Musiker. Zufällig erzählte mir jemand vor ein paar Jahren, ich weiß eigentlich nicht mehr wer das war, dass mein Buch 1986 im Stadtarchiv gelandet sei. Mittlerweile hatte ich mein Privatarchiv durchforstet und einiges an alten Aufzeichnungen entsorgt. Dabei fiel mir ein Ordner mit dem handschriftlichen Originalexemplar in die Hände. Das brachte mich auf eine Idee: Vielleicht möchte die Stadt Solingen zum angeblich vorhandenen Druckexemplar im Stadtarchiv die Originalhandschrift (als ein "Making of...") haben. Um dies in Erfahrung zu bringen bin ich, da ich wegen eines neuen Ausweises ohnehin im Verwaltungsgebäude der Stadt Solingen auf der Gasstraße war, zum Stadtarchiv im gleichen Gebäudekomplex gegangen. Siehe da, zu meinem Erstaunen gab es tatsächlich ein Druckexemplar meines Buches und eine Karteikarte mit meinem Namen. Ich habe dann den netten Mitarbeiter gefragt ob es für das Archiv interessant sei das handschriftliche Original mit allen Unterlagen als Ergänzung zu haben. Er versicherte mir dass dies der Fall sei. Gut habe ich mir gedacht - denk' noch einmal darüber nach. Nach längerem Nachdenken habe ich dann der Stadt Solingen das Originalmanuskript am 12.03.2020 kostenlos angeboten. Ich hielt das für eine gute Idee - aber es wurde zu einem Lehrstück aus dem Tollhaus, wie man in den nächsten Akten sehen wird. 

Fotostrecke des Original-Manuskript

Damit man einen Eindruck bekommt um was es eigentlich geht im folgenden ein paar Fotos des gesamten Originalmanuskriptes mit zwei handschriftlichen Einzelseiten. Das gedruckte Exemplar hat das Stadt-Archiv seit  34 Jahren. An diesem unten abgebildten Manuskript hatte man bei mir mündlich, im direkten Gespräch, Interesse angemeldet.

Ein Klick auf die Miniatur Fotos vergrößert diese auf eine lesbare Größe.

Originalmanuskript     Seite 1 Inhaltsverzeichnis     Seite 47

4. Akt - In dem diese scheinbar gute Idee noch erweitert wurde...

Wie in Kapitel 2 beschrieben stand die Technik eingelagert herum. Da ergab sich folgender Gedanke:

1. Es existierte noch die komplette eingelagerte PA.

2. Die Situation der Zuschüsse für Musiker hatte sich nicht verbessert. Wegen der stark geschrumpften Zuschüsse ist die Situation deutlich schlechter geworden.

3. Was soll die Technik in der Ecke stehen - ich brauche sie doch nicht mehr.

Den Gedanken die PA kostenlos an einen Musikerverein zu spenden habe ich verworfen, weil dann Klientelpolitik betrieben würde:
Nur Vereinsmitglieder könnten dann auf die Technik zurückgreifen. Wenn andere Institutionen eine PA benötigt hätten würden sie ggf. nicht berücksichtigt. Schließlich kenne ich ja die kleinen Nickeligkeiten zwischen den Solinger Vereinen und Initiativen leider nur zu gut. Im Zweifelsfall kann die PA verkauft oder teilverkauft werden, wenn Geldsorgen den Verein drücken. Das darf er auch, wenn er Eigentümer der Technik geworden ist. Die Idee "PA für Alle" wäre allerdings für einen solchen Fall komplett den Bach 'runter gegangen.... Deshalb wurde diese Möglichkeit von mir verworfen.
Also habe ich  ins Auge gefasst der Stadt Solingen unter dem Motto "PA für Alle" die Anlage zu schenken - aber dazu kam es nicht mehr und warum, das liest der geneigte Leser im 5. Akt.

5. Akt - Ein Exkurs darüber, wie man abgebügelt wird...

Wie im 3. Akt dieser Posse beschrieben habe ich dann das Originalmanuskript am 12.03.2020 der Stadt Solingen kostenlos als Schenkung angeboten. Da ich das Werk habe schützen lassen und einen Wahrnehmungsvertrag mit der "VG-Wort" (das ist die 'GEMA für Bücher und Publikationen') habe ich erst einmal ausloten wollen wie wir damit umgehen (müssen).

Bei meinem Besuch im Mai 2019 im Stadtarchiv war man sehr an der Originalschrift als Ergänzung zum bereits vorhandenen Druckexemplar interessiert.

Auf diese Email vom 12.03.2020 habe ich niemals eine Antwort erhalten - man glaubt es nicht, aber es ist leider so. Wo war die Email geblieben ? Ich hatte mich an den offiziellen Kanal für Anfragen an die Stadt Solingen gehalten: post@solingen.de. Vermutlich war das ein Fehler.  SCHWEIGEN - KEINE ANTWORT !

Am 07.08.2020 nach dem ich fast 5 Monate (!) auf eine Antwort gewartet habe,  erfolgte dann der nächste Versuch über einen zweiten offiziellen Kanal : ob@solingen.de, dem Büro des Oberbürgermeisters. Ergebnis: SCHWEIGEN - KEINE ANTWORT !

Am 19.08.2020 habe ich dann den Oberbürgermeister direkt über einen inoffiziellen Kanal angesprochen und am 21.08.2020, nach nur 2 (!) Tagen (... geht doch wenn man will !) tatsächlich eine Antwort im Namen des Oberbürgermeisters erhalten.

Hier ein Auszug aus der Antwort als wörtliches Zitat aus der Email des OB vom 21.08.2020:

Mit dem zweiten Sachverhalt beschweren Sie sich darüber, dass Sie auf Ihr persönlich und per Mail vorgetragenes Angebot, Ihr Buch "PA-Technik für den Rockmusiker" zum Stadtarchiv zu nehmen, keine Antwort erhalten haben.

Ich stimme Ihnen zu, dass dies den Dienstleistungsgedanken einer Stadtverwaltung und seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht angemessen ist. Ich bedaure dieses Verhalten ausdrücklich.

Auch hier habe ich inzwischen ein persönliches Gespräch mit dem Leiter des Stadtarchivs geführt und über Ihre Beschwerde gesprochen. Im Ergebnis kann ich Ihnen mitteilen, dass mir der Leiter des Stadtarchivs die Empfehlung gegeben hat, Ihr Buch und das Originalmanuskript mit dem Aktenordner tatsächlich dem "rock'n'popmuseum" anzubieten. Hintergrund dieser Empfehlung ist die Erfahrung, dass Angebote technischer Art in einem derartigen Museum eher vermutet und nachgefragt werden, als in einem lokalen Stadtarchiv. Dieser Einschätzung kann ich durchaus folgen.


Mein Kommentar - Wir erinnern uns an folgende Tatsachen :

1. Das Buch "PA-Technik für den Rockmusiker" zum STADT-ARCHIV-SOLINGEN zu nehmen war nicht meine Idee. Dies ist im Jahr 1986 ohne mein Zutun und Wissen durch das Jugend- und / oder Kulturamt der Stadt Solingen geschehen. Die Stadt Solingen hat noch nicht einmal für nötig gehalten mich als Autor des Buches über diesen Schritt im Jahr 1986 zu informieren (!). Auf mein Angebot vom 12.03.2020 hin hätte ein Blick in die Kartei des Archives gezeigt, dass ein Druckexemplar von 1986 bereits im Stadtarchiv existiert - das wurde versäumt, statt dessen weiter oben stehender Text durch den Oberbürgermeister mitgeteilt. Mit anderen Worten die Stadt Solingen kennt den Inhalt ihres eigenes Stadtarchivs nicht bzw. ist nicht in der Lage den eigenen Archivkatalog abzufragen....

2. Bei meinem Besuch im Mai 2019 im Stadtarchiv, bei der ich erstmalig über die tatsächliche Existenz meines Buches im Stadtarchiv in Kenntnis gesetzt wurde, war man lt. dem Mitarbeiter, mit dem ich gesprochen hatte, sehr an der Originalschrift, als Ergänzung zum bereits seit über 30 Jahren im Archiv vorhandenen Druckexemplar, interessiert. Dieses Gespräch und das mündlich ausdrücklich bekundete Interesse an dem handschriftlichen Originalmanuskript hat überhaupt erst bei mir den Gedanken ausgelöst der Stadt Solingen bzw. dem Stadt-Archiv das Originalmanuskript als eine Schenkung (!) anzubieten.

3. Wenn dann das Originalmanuskript tatsächlich, wie am 12.03.2020 geschehen, kostenlos angeboten wird und die Stadt Solingen dem Anbieter erst 5 Monate (!) keine Antwort auf sein Angebot gibt, dann ist das gewöhnungsbedürftig. Wenn, weiterhin, erst auf mehrfach, bohrende Nachfragen im dritten Anlauf eine solche Antwort, wie weiter oben nachzulesen ist, durch den Oberbürgermeister erfolgt - dann kann man sich nur noch wundern. Eigentlich wollte ich nur dem ausdrücklichen geäußerten Wunsch des Stadtarchivs Solingen vom Mai 2019 entgegenkommen. Dieser gesamte Vorgang wirkt auf mich nur noch widersprüchlich, willkürlich und reichlich unorganisiert. Dies ist nicht mehr nachvollziehbar. Ich nenne so etwas einen Bürger gedankenlos "abbügeln".

6. Akt - Manchmal ist es notwendig eine klare Ansage zu machen...

Dies ist meine Antwort an den Herrn Oberbürgermeister der Stadt Solingen (Auszug aus meiner Email vom 21.08.2020 an den OB der Stadt Solingen)  als klare Ansage in der Sache :

2. Bezüglich des Originalmanuskriptes "PA-Technik für den Rockmusiker" bedanke ich mich auch hier für die Antwort.

Das gedruckte Buch "PA-Technik für den Rockmusiker" liegt bereits seit 1986 im Stadtarchiv vor - da das Kulturamt / Jugendamt nach Ratsbeschluss im November 1986 den Druck der 300 Exemplare finanziert hat und deshalb als Beleg ein Exemplar ins Stadtarchiv überstellt hat (das war mir bis 05/2019 auch nicht bekannt).

Das das handschriftliche Originalmanuskript in Ergänzung zum vorhandenen Druckexemplar jetzt nicht erwünscht ist, versetzt mich in Erstaunen, da bei meinem Besuch im Stadtarchiv 05/2019 mündlich reges Interesse bekundet wurde. (Making of...) Allerdings wäre es dann aus meiner Sicht auch konsequent, die Entscheidung des Kulturamts / Jugendamt Solingen von 1986 zu revidieren und das im Archiv vorliegende Buch aus dem Archiv zu entfernen und mir kostenfrei als Autorenexemplar zuzustellen.

Diese jetzige Entscheidung der Stadt Solingen, respektiere ich natürlich weshalb ich mich auch von dem Gedanken, der Stadt Solingen meine komplette PA-Anlage für Säle bis 1000 Personen (mobile Tonübertragungsanlage) Ton 2 x 1200 W Ton / 400 W 2-Wege Monitor - Saal und Bühnenmixer etc. etc. 3 19Zoll-Effektracks, Boxen, Mikrophone, Kabel usw. in technisch einwandfreiem Zustand mit allen Zubehör Anschaffungspreis seinerzeit ca. 100 00 DM als Schenkung anzubieten, verabschiede. Die Stadt Solingen besitzt keine mobile Tonübertragungsanlage für Veranstaltungen die im Rock- / POP-Bereich geeignet wäre. Deswegen hab ich diesen Gedanken durchgespielt. In anderen Kommunen gibt es so etwas schon sehr lange (´z.B. Hilden sei Anfang der 80ziger).
Das Desinteresse an der Handschrift des Buches ist klar ausgedrückt und somit kann man daraus auch auf Desinteresse an der Technik schließen.
Damit schließe ich das Kapitel aus Altergründen (ich bin 66 Jahre) für mich ab.
Diese Chance ist für die Stadt Solingen jetzt vertan und eine zweite Chance wird es nicht geben.
Wohl aber werde ich diese Geschichte auf meiner Website unter Rubrik PA-Technik veröffentlichen, da dies jetzt ein Teil meiner Rock- Beschallungs-Vita ist.
Diese Seiten werden von vielen Musikern besucht und damit werden die Fragen beantwortet :
Was wurde aus dem Originalmanuskript ? Gibt es das noch ?
Was wurde aus der Technik ?

Das Angebot ergeht auch nicht an Musikervereine, da dann nicht sichergestellt ist dass die Anlage allen zur Verfügung steht bzw. durch den Verein in finanziellen Notsituationen gesamt oder in Teilen verkauft wird, da derartige Vereine immer Finanzierungsprobleme haben (Ich war lange im Vorstand 1985 - 1990 bis zu meinem Austritt aus dem AG Rock e.V,).

Damit sind beide Angelegenheiten für mich geklärt.


Mein Kommentar :

Das auf diese vorstehende Ansage per Email an den OB natürlich keine Antwort erfolgte, habe ich auch nicht erwartet. Diese Angelegenheit scheint man verschweigen zu wollen, weil man da ja nicht gut aussieht. Deshalb dieser Internetartikel, der diese Angelegenheit publik macht.

Zusammenfassung:

Nachdem ich der Stadt Solingen ein handschriftliches Originaldokument zu einem Stück Ihrer eigenen Kulturgeschichte, auf mündlich, mir gegenüber geäußerten ausdrücklichen Wunsch des Stadtarchivs Solingenkostenlos vermachen wollte, und dies in dieser Form nunmehr abgelehnt wurde, ist es natürlich unsinnig der Stadt Solingen vertreten durch "Oberbürgermeister und Chef der Verwaltung in Personalunion" ein weiteres kostenfreies Angebot über die komplette PA zu machen, denn da ist ein noch größeres Debakel bereits vorprogrammiert, wenn im Vorfeld bereits so merkwürdig agiert wird. Diese Idee auch meine Technik für die Allgemeinheit zu verschenken ist nach dieser Erfahrung vorerst einmal zurückgestellt, aber noch nicht völlig verworfen (siehe weiter unten). Das betrifft auch das Originalmanuskript.

Jetzt bin ich eigentlich nur noch gespannt ob das, seit 34 Jahren im Stadtarchiv der Stadt Solingen befindliche, Druckexemplar von "PA-Technik für den Rockmusiker" jetzt aus dem Stadtarchiv entfernt wird. Dazu müsste die Stadt-Solingen die Entscheidung der damaligen Stadtdienste bzw. Ämter von 1986 begründet revidieren. Auf diese Begründung darf man gespannt sein, aber es steht zu befürchten, dass ich als Autor und Inhaber der Urheberrechte nicht informiert werde, genauso wie man dies bei Einbringung des Buches in das Stadtarchiv nicht für nötig erachtetet hatte. Solche possenartigen Vorgänge scheinen typisch für Solingen und seine Kulturpolitik zu sein , man denke an das Debakel zum "Museum Baden".

Fazit: Hier wurde für die Kulturlandschaft in Solingen leichtfertig eine Chance vertan, ob mit Absicht, Inkompetenz oder durch Ungeschicklichkeit will ich hier nicht weiter ausloten. Die Stadt Solingen hätte sich ohne grossen finanziellen Aufwand regional als auch überregional als "Rock City No. 1" in Szene zu setzen könnnen und eine komplette ROCK/POP geeignete PA für mittlere Säle geschenkt zu bekommen. - Ich bedaure nur die Solinger Fördervereine (hier gibt es noch eine Chance das Blatt zu wenden) und Musiker , die sind die eigentlichen Betroffenen, da sie weiter viel Geld für Mietanlagen ausgeben müssen. Bürgerfreundliche Kulturpolitik sieht meines Erachtens ein wenig anders aus...

7. Akt - Wer will noch 'mal - wer hat noch nicht ?

Ob die komplette PA verkauft oder gegen Spendenbescheinigung abgegeben wird, ist noch nicht von mir entschieden worden. Es kommt darauf an ob mir ein Angebot und das dazugehörige Nutzungskonzept und die dahinter stehenden Leute gefallen. Wer als "vom Finanzamt als gemeinützig anerkannte(r) Musikerinitiative / Verein" oder Stadtverwaltung ein ernsthaftes Interesse (keine Firmen, keine Einzelpersonen, keine Bands) an der kompletten Technik hat, kann über pa-technik@vodafonemail.de Kontakt mit mir aufnehmen. Man kann durchaus mit mir über diesen Fall sprechen und ggf. ergebnisoffen verhandeln. Allerdings - die Entscheidungen treffe ich nach meinen persönlichen Kriterien und lasse mir da nicht hineinreden.
Ab sofort steht auch die Originalhandschrift für Sammler gegen Höchstgebot zum Verkauf. Kostenlos gibt es jetzt nichts mehr.  

Dieser Text mit dem beschriebenen Vorfall und dem seltsamen Verhalten der Stadt Solingen bzw. Ihrer Repräsentanten wird diesen Herrschaften sicher nicht besonders gefallen. Das ist auch genau so beabsichtigt und ändert nicht nichts an den geschilderten Vorgängen.

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